09.07.2020

WTE erhält Zuschlag für den Bau der Klärschlammverbrennungsanlage in Berlin

Damit baut WTE bereits die dritte KSV-Anlage in Deutschland
Mit der Novellierung der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) haben die Berliner Wasserbetriebe (BWB) begonnen die zukünftige Klärschlammstrategie zu überdenken. Das ausschlaggebende Argument zum Ausbau der thermischen Verwertungskapazitäten der Kläranlage Waßmannsdorf war die Minimierung der künftigen Entsorgungskosten. Ebenfalls der Ausstieg aus der externen Mitverbrennung und die langfristige Sicherung ausreichender Entsorgungskapazitäten für die zukünftigen Klärschlammmengen spielten eine bedeutsame Rolle.

Zusammen mit der WTE Betriebsgesellschaft mbH, die vollumfänglich in ihrem Eigentum steht, hat sich die WTE Wassertechnik GmbH – eine 100%ige Tochtergesellschaft der niederösterreichischen EVN AG – zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen und erfolgreich am öffentlichen Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb teilgenommen. Im Mai 2020 erhielt WTE den Zuschlag für den Neubau einer Anlage zur Monoverbrennung von Klärschlamm des Klärwerks Waßmannsdorf in Berlin.

Die Bietergemeinschaft ist als Generalunternehmer für die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme einer voll funktions- und genehmigungsfähigen, schlüssel- und betriebsfertigen Gesamtanlage verantwortlich. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre inklusive ein Jahr Regelbetrieb.

Verfahrenstechnische Hauptbestandteile der Anlage sind neben der Entwässerung, Trocknung und Rauchgasreinigung eine 3-straßige stationäre Wirbelschichtverbrennung mit einer Gesamt-Brennstoffwärmeleistung von ca. 24 MW. Als Besonderheit ist die Mitverbrennung von 4.000 tTM/a Rechengut zu erwähnen, die eine enorme technische Herausforderung darstellt.

Bereits beim Engineering der Anlage wird höchste Priorität auf die energetische Gesamteffizienz der Anlage gelegt. Neben der geforderten Energieautarkie der Verbrennungsanlage kann die aus der Prozesskette gewonnene Wärme bei Bedarf in das regionale Fernwärmenetz eingespeist werden. Somit leistet die Anlage nicht nur einen Beitrag für die Umwelt, auch die Haushalte können dank der umweltfreundlich erzeugten Energie von diesem Projekt profitieren.
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